MLS-Schüler:innen informieren sich über den Ukraine-Konflikt

Allgemein

Die Bilder aus den Kriegsgebieten und das menschliche Leid der Urkrainer:innen beschäftigen auch die Schüler:innen der MLS. Zur Unterstützung der Menschen in der Ukraine, aber auch derjenigen, die vor dem Kriegsgeschehen geflohen sind, initiierte die MLS-Schulgemeinde in den vergangenen Wochen bereits vielfältige Aktionen.

Wichtig ist aber auch, dass die Schüler:innen die Hintergründe und Zusammenhänge des Konfliktes kennenlernen. Daher nahmen die Teilnehmer:innen der beiden Geschichtsgrundkurse der Jahrgangsstufe Q2 mit ihren Geschichtslehrern Dr. Arne Burmeister und Tilo Walz das Angebot des Osteuropa-Experten Nikolaus Katzer gerne an, die Kurse über die komplexe Geschichte der russisch-ukrainischen Beziehungen in Vergangenheit und Gegenwart zu informieren. Nikolaus Katzer, der als Professor für osteuropäische Geschichte der Helmut-Schmidt-Universität Hamburg lehrte und mehrere Jahre das Goethe-Institut in Moskau leitete, schlug in seinem Vortrag den Bogen von der Kiewer Rus, einem ostslawischen mittelalterlichem Großreich, das als Vorläufer der heutigen Staaten Russland, Ukraine und Belarus gilt, bis zum Zerfall der Sowjetunion in den frühen 1990er Jahren. Dabei verdeutlichte er anschaulich, dass die gemeinsamen politischen, kulturellen und sprachlichen Wurzeln der Staaten in den gegenwärtigen Konflikt hineinspielen. Dabei gehe es – so Katzer – auch um die Deutung gemeinsame Vergangenheit, wie er anhand aktueller russischer Propaganda aufzeigte.

Im zweiten Teil der Veranstaltung hatten die Schüler:innen die Möglichkeit, ihre Fragen und Anliegen zu formulieren. Hierbei wurde das große Interesse der jungen Erwachsenen am aktuellen Geschehen in der Ukraine und dessen Bedeutung für Gegenwart und Zukunft deutlich. So wurden unter anderem Fragen nach Putins Zielsetzung, den Folgen der Sanktionen, aber auch nach der Rolle Deutschlands aufgeworfen und diskutiert. Zudem wollten die Schüler:innen von Prof. Katzer wissen, welche Perspektiven es nach dem Ende des Krieges geben werde. Von Interesse waren dabei Fragen nach der zukünftigen Gestaltung der Beziehungen zwischen Russland und Europa oder auch nach einem Wiederaufbau der Ukraine.

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