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Schüler*innen der MLS zu Besuch in Thourotte

Im Rahmen des Erasmus + Projekts „Qu’est-ce qu’on attend? – Wir tragen etwas zum Klimaschutz bei.“ haben sich die Schüler*innen der aktuellen Klasse 9d, die Französisch lernen, seit Herbst 2021 mit der Frage beschäftigt, wie man in verschiedenen Gebieten, nämlich im Privatleben, in Städten und Gemeinden und an Schulen Gutes für den Klimaschutz tun kann. Dabei haben Schüler*innen der aktuellen 9.Klasse am Collège Clotaire Baujoin in Thourotte, der Partnerstadt von Rimbach, mit den Schüler*innen der Klasse 9d Briefe, Audiodateien und Videos ausgetauscht. Vom 8. bis 14. Juni 2022 waren 17 Jugendliche aus Thourotte mit ihrer Deutschlehrerin Frau Carle und der Schulkrankenschwester Frau Sujka im Odenwald zu Besuch. Die deutschen und französischen Jugendliche haben in der Zeit unter anderem einen Apfelbaum gepflanzt und einen Ratgeber für die Umweltbeauftragten verfasst. Aus Sicht der Schüler*innen soll es in Zukunft, wie es in Frankreich an allen Schule Standard ist, auch an der Martin-Luther-Schule in jeder Klasse einen Umweltbeauftragten geben, der immer wieder daran erinnern soll, Entscheidungen zu treffen, die günstig für den Klimaschutz sind.

Am 12. Oktober 2022 haben 21 Schüler*innen der Martin-Luther-Schule gemeinsam mit ihrer Französischlehrerin Frau Wissel und ihrem Physiklehrer Herr Singerhoff den Gegenbesuch angetreten. Bei ihren Aktivitäten versuchte die Gruppe mit möglichst kleinem CO2-Fußabdruck unterwegs zu sein. Nach Frankreich fuhren die Schüler*innen nicht wie bei Austauschfahrten üblich mit dem Reisebus, sondern mit dem Zug. Bei Empfang der deutschen Gäste an der Schule gab es regionalen Apfelsaft zu trinken und regionale Käsesorten und regionalen Joghurt zu essen.

Während ihres Aufenthalts in Nordfrankreich, genauer gesagt in der Picardie entdeckten sie die Region rund um die Partnerstadt von Rimbach, indem sie das frühere Jagdschloss von Napoleon III. in Compiègne besichtigten. Außerdem wurden sie von einem Gemeindearchivar durch Thourotte geführt wurden, einer Gemeinde, die stark von der Entwicklung der Glasfabrik Saint-Gobain geprägt ist. Ein Höhepunkt war die Tagesfahrt nach Paris inklusive einer Schifffahrt auf der Seine.

Darüber hinaus bekamen die Schüler*innen der Martin-Luther-Schule Einblicke in eine französische Schule und setzen sich gemeinsam mit ihren Austauschpartner*innen an zwei Tagen mit Fragen rund um das Thema Nachhaltigkeit auseinander.

In der Schule nahmen die deutschen und französischen Jugendlichen an einer Führung zu markanten Punkten teil, die in Zusammenhang mit Umweltschutz stehen: Schüler*innen haben hinter dem Collège einen Schulgarten angelegt, der im Frühjahr und Sommer auch in den Mittagspausen von Schüler*innen gepflegt wird. In der Schulmensa gibt es eine Theke am Ausgang, an der die Schüler*innen den Verpackungsmüll und die Essensreste in unterschiedliche Eimer werfen.

Die Nachhaltigkeits-AG der Schule veranstaltete bereits einen Aktionstag gegen Lebensmittelverschwendung und einen grünen Tag rund um Themen der Nachhaltigkeit. In den Treppenhäusern der Schule hängen Plakate mit Fotos großer Künstler wie Yves-Bertrand Artus, die die 17 Nachhaltigkeitszielen der UNO darstellen.

Am ersten gemeinsamen Tag an der Schule schauten die deutschen Schüler*innen sich mit ihren Gastgebern bei einer Partnerarbeit diese Fotos genauer an. Bei der anschließenden Teamarbeit sollten sie herausarbeiten, wie gewisse Nachhaltigkeitsziele miteinander verbunden sind.

Am zweiten gemeinsamen Tag an der Schule pflanzten die Schüler*innen auf dem Schulhof einen Haselnussstrauch und einen Apfelbaum. Sie stellten nach Anleitung der Chemielehrerin Frau Susset Waschmittel her. Außerdem wurden sie von einer Mitarbeiterin des Kreises angeleitet, die Regeln für erfolgreiches Kompostieren im eigenen Garten zu entdecken. Der Kompost sollte unter anderem immer wieder gut durchlüftet werden und sowohl trockene wie auch feuchte Komponenten enthalten.

Am 18. Oktober trat die Schülergruppe den Heimweg an mit vielen neuen Erfahrungen, Anregungen und mit einigen wunderschönen Geschenken, welche die Schüler*innen beim Empfang im Rathaus von Thourotte vom Bürgermeister Patric Carvalho erhalten hatten. Die Gruppe versäumte es nicht, Danke zu sagen an all die Personen, die den zweiten Teil der Frankreichaustauschs möglich gemacht haben. Finanziell wurde das Erasmus + Projekt unterstützt von der Europäischen Kommission.

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