Die Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 13 der Martin-Luther-Schule besuchten gemeinsam mit ihren Geschichtslehrkräften die Gedenkstätte Hadamar. Vor Ort setzten sie sich in Workshops intensiv mit den Hintergründen der nationalsozialistischen „Euthanasie“-Morde im Rahmen der sogenannten T4-Aktion und den weiteren Verbrechen an Menschen mit Behinderungen und psychischen Erkrankungen auseinander.
Ein Schwerpunkt der Workshops lag auf der Arbeit mit Biografien von Betroffenen. Anhand persönlicher Lebensgeschichten wurde deutlich, dass hinter den historischen Opferzahlen einzelne Menschen mit eigenen Familien, Hoffnungen und Lebenswegen standen.
Im Anschluss besichtigten die Schülerinnen und Schüler die Gedenkstätte. Dazu gehörten unter anderem die Ankunftshalle der sogenannten grauen Busse, durch die viele Opfer in Hadamar ankamen, sowie der Weg, den die Menschen bis zu den Gaskammern und zum Krematorium gehen mussten. Auch die Gedenkstätte und der Friedhof waren Teil des Rundgangs.
Der Besuch ermöglichte den angehenden Abiturientinnen und Abiturienten eine eindringliche Auseinandersetzung mit den nationalsozialistischen Verbrechen und regte dazu an, über die Bedeutung von Erinnerung, Menschenwürde und Verantwortung in der Gegenwart nachzudenken.