Deutsch-französisches Austauschbegegnung in der Hauptstadt Europas

Allgemein

Die Martin-Luther-Schule Rimbach hat seit etwa zwei Jahren eine neue Partnerschule, das Collège des Racines et des Ailes in Drulingen im Elsass, etwa 200 km von Rimbach entfernt. In diese Schule gehen etwa 350 Schülerinnen und Schüler im Alter von 12 bis 15 Jahren.  Vom 21. Bis 24. Mai 2024 fand die erste Drittortbegegnung zwischen zwei Gruppen der beiden Bildungseinrichtungen statt. Vier Tage verbrachten 22 Schülerinnen und Schüler aus dem Elsass und 26 Schülerinnen und Schüler aus dem Odenwald gemeinsam in Straßburg. Dieses deutsch-französische Treffen war Teil eines Erasmus + Projekts, das die beiden Gruppen im Oktober 2023 gestartet hatten. Finanziell unterstützt wird das Projekt von der Europäischen Kommission.

Die Jugendlichen beschäftigten sich bei ihren Aktivitäten mit Umweltschutz im Allgemeinen und Umweltschutz und Mobilität im Speziellen. Die Teilnehmenden achteten auch so weit wie möglich darauf, ihren CO2-Fußabdruck während der Fahrt gering zu halten. Die deutsche Gruppe fuhr mit dem Zug nach Straßburg. In der Stadt bewegte sich die Gruppe mit dem Bus oder der Straßenbahn fort. Von der Jugendherberge Ciarus war die Altstadt auch zu Fuß zu erreichen.

Am zweiten Tag ihres Treffens nahmen die Schülerinnen und Schüler an vier Workshops zum Thema Klimaschutz teil, veranstaltet von der Organisation Agence du climat, die sich um Umweltbelange in der Region rund um Straßburg kümmert. Dabei mussten die Schüler unter anderem Fragen zu ihrem Alltag beantworten und berechneten im nächsten Schritt ihren eigenen CO2-Fußabdruck. Bei einer Aktivität setzten die Jugendlichen VR-Brillen auf, um in eine andere Welt einzutauchen und dort ein umweltfreundliches Verhalten einzuüben. Bei einer anderen Station beschäftigten sich die Jugendlichen mit Klimawandelanpassung in Städten.

Am dritten Tag nahmen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer die Straßenbahn nach Kehl. Dort trafen sie den Stadtplaner Felix Rhein. Dieser erläuterte die Pläne der Stadt Kehl, in den kommenden Jahren 150 Mobilitätsstationen aufzubauen, wo man Fahrräder oder E-Autos ausleihen kann. Dadurch sollen Bürgerinnen und Bürger ermuntert werden, auf ein eigenes Auto zu verzichten. Nach Studien lohne es sich finanziell auf ein eigenes Auto zu verzichten und bei größeren Fahrten auf ein Leihwagen zu setzen, solange man im Jahr weniger als 30.000 km mit dem PKW zurücklegt. Herr Rhein zeigte der Gruppe eine der vier Mobilitätsstationen, die bisher eröffnet worden sind. Auch sein eigenes Mobilitätsverhalten stellte Herr Rhein vor. Er selbst hat kein Auto und bewegt sich vor allem mit dem Fahrrad fort.

Am zweiten Tag haben die Jugendlichen außerdem eine europäische Institution näher kennengelernt: das Europaparlament. Dort erfuhren sie bei einer deutsch-französischen Führung Details über die Besonderheiten dieser politischen Institution.

Das neue Wissen hielten die Schülerinnen und Schüler in unterschiedlichen deutsch-französischen Projektgruppen auf Plakaten fest. Ein paar der Plakate werden schon eine Woche nach dem Aufenthalt in Straßburg beim Tag der offenen Tür des Collège in Drulingen eingesetzt, um Werbung für das Fach Deutsch zu machen. Bei all den verschiedenen Aktivitäten haben auch die beiden Schulen ihre Partnerschaft gepflegt.

Die Jugendlichen hatten bereits vor dem Treffen in Straßburg Briefkontakt und trafen sich auch im Februar das erste Mal. Am 22.Februar kamen die Schüler aus Drulingen zu Besuch an das Gymnasium in Rimbach. Gemeinsam legten sie eine Schmetterlingsecke an, indem sie Schmetterlingsflieder pflanzten und lernten den Beruf der Försterin kennen, den ihnen Stephanie Dober, Mitarbeiterin von Hessen Forst, vorstellte.

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