Leises Raunen, gespannte Gesichter und viel Vorfreude: Am 12. August hieß die Martin‑Luther‑Schule 116 neue Fünftklässlerinnen und Fünftklässler willkommen. Der erste Schultag wurde zum Auftakt eines neuen Kapitels – mit ermutigenden Worten, politischem Besuch und bewegenden Grüßen aus der Ukraine.

Schulleiter Frederik Weis wandte sich zunächst an die Eltern: Der Wechsel an die weiterführende Schule bringe neue Fächer, viele Bezugspersonen und längere Tage mit sich. Wichtig sei, den Kindern Schritt für Schritt mehr Selbstständigkeit zuzutrauen, Fehler als Lernchancen zu sehen und Schule als verlässliche Partnerin zu erleben. Den neuen Fünftklässlerinnen und Fünftklässlern gab er mit auf den Weg, neugierig zu bleiben und ihre Energie „für etwas Gutes“ einzusetzen – gemeinsam gelinge der Start am besten.

Der Besuch von Diana Stolz, Hessische Ministerin für Familie, Senioren, Sport, Gesundheit und Pflege, unterstrich die Bedeutung des Tages. Sie gratulierte der Schulgemeinde und dankte den vielen Unterstützerinnen und Unterstützern vor Ort – von der Gemeinde Rimbach bis zu den Förderkreisen. In ihrer Ansprache betonte sie, diese Generation dürfe Schule aktiv mitgestalten und Verantwortung füreinander übernehmen.

Im Mittelpunkt stand die neu begründete Partnerschaft mit dem Lyzeum Nr. 2 in Konotop (Ukraine). Als sichtbares Zeichen erstrahlte die MLS in Blau und Gelb. Unterstufenkoordinator David Katzer schilderte, wie Lernen in Konotop unter Luftalarm, Stromausfällen und knapper Heizung dennoch gelingt – getragen von Mut und Zusammenhalt. In Videobotschaften richteten die Partnerschülerinnen und ‑schüler Grüße nach Rimbach; der Wunsch nach Begegnung war deutlich zu spüren. Die MLS plant weitere Hilfs‑ und Spendenaktionen sowie regelmäßige Kontakte.

Nach den Beiträgen und Grußworten folgte der praktische Teil: Die neuen Klassen formierten sich, die Klassenlehrerinnen und ‑lehrer nahmen ihre Kinder in Empfang und führten sie zu den ersten Kennenlern‑Stationen. So begann für 116 junge Menschen eine Reise, auf der sie nicht allein unterwegs sind – begleitet von Mitschülerinnen, Mitschülern, Lehrkräften und Eltern.

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