Kreativ, sportlich, international und sozial engagiert: Die Martin-Luther-Schule bot ihren Schülerinnen und Schülern zum Schuljahresende ein vielfältiges Programm.
Wenn auf dem Schulhof Fahrräder rollen, in Klassenzimmern Piñatas entstehen, in der Küche italienisch gekocht wird und Schülerinnen und Schüler über Strategien im E-Sport diskutieren, dann ist an der Martin-Luther-Schule Projektwoche. In der letzten Schulwoche konnten die Lernenden noch einmal auf besondere Weise aktiv werden: außerhalb des gewohnten Klassenverbandes, in Projekten ihrer Wahl und mit viel Raum für eigene Interessen.
Das Angebot war auch in diesem Jahr breit gefächert. Sportlich ging es unter anderem beim Handball, Beachvolleyball, Fußball, Mountainbiking und beim Fahrradprojekt der fünften Klassen zu. Wer lieber kreativ arbeitete, konnte sich beim freien Malen und Zeichnen, bei Street Art, Origami, DIY-Schmuck, Upcycling oder beim Gestalten von Piñatas ausprobieren. Auch musische Angebote wie das Jazzprojekt gehörten zum Programm.
Darüber hinaus zeigte die Projektwoche, wie vielfältig Lernen sein kann. Im Projekt „Wir halten die Weschnitz und Umgebung sauber“ verbanden Schülerinnen und Schüler Umweltbewusstsein mit praktischem Engagement. Andere beschäftigten sich mit Erster Hilfe, Fitness und Gesundheit, mit Stressbewältigung und Entspannung oder mit der Frage, wie man im Alltag bewusster offline sein kann. Naturwissenschaftlich Interessierte kamen unter anderem bei der Chemie- und Biologie-Olympiade oder beim Projekt „Stratoflight: mit dem Wetterballon hoch hinaus“ auf ihre Kosten.
Ein besonderer Schwerpunkt lag auch auf internationalen und kulturellen Erfahrungen. Bei der Barcelona-Fahrt und der Romfahrt für Lateinerinnen und Lateiner wurde Lernen mit Begegnung und Reisen verbunden. Im Projekt „Ukraine – Eine Einführung in Sprache, Geschichte und Kultur“ lernten die Schülerinnen und Schüler erste Grundlagen für Small Talk auf Ukrainisch, kochten gemeinsam ukrainische Gerichte und traten per Videokonferenz mit der neuen Partnerschule in Kontakt. Außerdem wurden Schultüten für gemeinsam gestaltete Einschulungsfeiern am Lyceum No. 2 in Konotop in der Ukraine und an der Martin-Luther-Schule vorbereitet.
Auch digitale Themen fanden ihren Platz. Im AppLab entwickelten Schülerinnen und Schüler ihre erste eigene App. Im E-Sport-Projekt wurde deutlich, dass Videospiele weit mehr sein können als bloßer Zeitvertreib. Die Teilnehmenden trainierten ihre Spielfiguren, entwickelten Strategien, analysierten ihre Fortschritte und diskutierten über die Bedeutung von E-Sport. Beim Kommentieren der Spiele übten sie zudem freies Reden. So standen neben Spielspaß auch Teamgeist, Reflexion, Motorik und strategisches Denken im Mittelpunkt.
Trotz großer Hitze herrschte während der Projektwoche eine motivierte und lebendige Atmosphäre. Die Schülerinnen und Schüler nutzten die Gelegenheit, neue Interessen zu entdecken, ihre Fähigkeiten zu erweitern und gemeinsam mit anderen an einem Thema zu arbeiten. So wurde die Woche zu einem abwechslungsreichen Abschluss des Schuljahres.
Die Projektwoche machte deutlich: Schule ist mehr als Unterricht nach Stundenplan. Sie ist ein Ort, an dem Kreativität, Bewegung, Verantwortung, kultureller Austausch und gemeinsames Lernen zusammenkommen. Zugleich zeigte sich, wie vielfältig das Schulleben an der MLS ist — und wie viel Engagement in den Schülerinnen und Schülern sowie den Lehrkräften steckt.