Stimmungsvolles Weihnachtskonzert der MLS

Allgemein

An drei Abenden begeisterten die Ensembles der Martin-Luther-Schule die Zuschauerinnen und Zuschauer im Bürgerhaus Mörlenbach.

„Wie schön – endlich wieder mit Zuschauern“, jubelten die Schülerinnen und Schüler, als sie erfuhren, dass das Weihnachtskonzert der Martin-Luther-Schule 2022 wieder live stattfinden würde. In den letzten beiden Jahren musste pandemiebedingt leider darauf verzichtet werden; stattdessen fanden die Kolleginnen und Kollegen der Musikfachschaft gute digitale Alternativen, z.B. die musikalischen Video-Weihnachtsgrüße 2020 und das online-Weihnachtskonzert 2021.  Dennoch konnten diese das traditionelle und sehr beliebte „wirkliche“ Weihnachtskonzert am ersten Adventswochenende nicht ersetzen.

Die Musiklehrerinnen und Musiklehrer der MLS sahen im Sommer einem entspannten Start in das neue Schuljahr entgegen, in der Zuversicht, zügig mit der Probenarbeit beginnen zu können: ganz normal, ohne äußere Einschränkungen durch Corona-Maßnahmen. Allerdings wurde diese Hoffnung auf einen reibungslosen Beginn durch einen Wasserschaden Ende August schnell zunichte gemacht. Der komplette Musikflur mit Fachräumen- und Praxisräumen wurde „geflutet“ und konnte nicht mehr genutzt werden.

Dem unermüdlichen Einsatz der MLS-Musiklehrerinnen Stefanie Englert und Susanne Kopf-Römer während der Ferien ist es zu verdanken, dass alle Instrumente, Arbeitsunterlagen und fachspezifische Ausstattung vor dem Wasser gerettet werden konnten. Zusammen mit den MLS-Hausmeistern Markus Wecht und Matthias Winheim räumten sie die Musiksäle und schafften somit Platz für die Trocknungsgeräte. Aber trotz dieses unvorhergesehenen Zwischenfalls und der zusätzlichen Belastung konnten die musikalischen Arbeitsgemeinschaften – auch auf Grund des immensen Einsatzes ihrer Lehrerinnen und Lehrer – pünktlich zum Schuljahresbeginn mit ihren Proben starten.

Von den herausragenden Ergebnissen dieser Probenarbeit konnten sich in den Tagen vor dem ersten Advent die Zuschauerinnen und Zuschauer beim traditionellen Weihnachtskonzert im Bürgerhaus Mörlenbach überzeugen. Die insgesamt 16 Ensembles, die bei den Konzerten ihr Können bewiesen, standen aufgrund personeller Veränderungen in der Fachschaft Musik, der Pensionierung von Christine Hauck und Eva Dinges, teilweise unter neuer Leitung. Mittelstufenchor und Bigband gingen an Patrick Schilling über, ebenso die neu formierten Voiceboys. Frederik Weis übernahm wie schon vor ein paar Jahren erneut den Unterstufenchor. Martin Vogel, Leiter der Jugend-Musikschule, nahm sich als erfahrener Blasorchesterleiter dankenswerterweise der Concertband an. In bewährten Händen liegen nach wie vor Bläserklasse 6 und Oberstufenchor (Stefanie Englert), Instrumental-AG, Percussionensemble und Rhythmik-AG (Martin Junker), Streicherklasse 6 und Streicher-AG, Bläserensemble und Orchester (Susanne Kopf-Römer).  Auch das Vokalensemble bleibt weiterhin bei seiner Gründerin Christine Hauck, die selbst im Ruhestand nicht zur Ruhe kommt.

Wie es gute Tradition ist, eröffnete die Concertband das Weihnachtskonzert, dieses Jahr passenderweise mit dem Titel „Best day of my live“, gefolgt vom bekannten, winterlich angehauchten „Let it snow“. Direkt im Anschluss konnte das Publikum erfolgreiche musikalische Aufbauarbeit auf dem rhythmischen Sektor bewundern. Die Rhythmik-AG zeigte in einem Latinstück den Einsatz diverser Percussion-Instrumente.

Die „Jüngsten“ der Unterstufe fieberten aufgeregt ihrem ersten großen Auftritt entgegen: Der Unterstufenchor sang zwei stimmungsvolle deutschsprachige Lieder, „Das Lied vom leisen Weihnachten“ und „Ein heller Stern hat in der Nacht“. Die Streicherklasse 6 trug vergnügt ein Medley einiger bekannter deutscher Lieder vor, die vor allem Kindern die Wartezeit verkürzen sollen, und wünscht dann allen mit „We wish You a merry Christmas“ eine besinnliche Zeit und ein gutes Neues Jahr. Weihnachtlich ging es auch bei der Bläserklasse 6 mit „Blue Christmas“ mit einer ganz anderen, beschwingten Seite von Weihnachten weiter. Im Anschluss erklang mit „Chariots of fire“ von Vangelis den Soundtrack des Films „Stunde der Sieger“.

Neben adventlichen und vorweihnachtlichen Klängen gab es zur Abwechslung auch Poppiges und Modernes: Im Mittelstufenchor traten Schülerinnen und erstaunlich viele Schüler mit „Viva la Vida“ von Coldplay auf. Dass die Arbeit der Praxisklassen in den AGs der Mittelstufe fortgesetzt wird, bestätigte die Streicher-AG mit zwei typisch englischen Liedern in komplexeren Bearbeitungen. Auf „Deck the Hall“ folgte „Jingle Bells“, bei welchem ambitionierte Sechstklässlerinnen und Sechstklässler mitwirken durften.

Jungen Männerstimmen erklangen im Anschluss, denn die Voiceboys waren mit den Songs „Sound of Silence“ und „Learning to love again“ zu hören. Bevor die Big Band den musikalischen Schlusspunkt der ersten Konzerthälfte mit „Big Spender“, „Party Rock Anthem“ und dem eindringlichen „Don’t stop me now“ von Queen setzte, präsentierte das Percussion-Ensemble eine arrangierter Fassung Chatschaturjans Säbeltanz und ein minimalartiges Malletstück. Zusätzlich griff es Ausschnitte aus Martin Junkers „Spülmannszug“ für mobile Küchenspülen aus dem Jahre 2004 wieder auf.

Die zweite Konzerthälfte war dann vornehmlich von den Beiträgen der Oberstufenensembles geprägt. Den Anfang machte die Instrumental-AG mit zwei Arrangements, nämlich „Gymnopédie Nr. 1“ von Eric Satie und Yann Tiersens “Sur le fil” aus dem Film „Die fabelhafte Welt der Amélie“. Im Bläserensemble spielten bereits routinierte Musikerinnen und Musiker festliche, einerseits ruhige, andererseits auch fetzige Klänge im Wechsel von Holz- und Blechblasinstrumenten anhand Bearbeitungen der bekannten englischen Weisen „Holy Night“ und „God Rest Ye Merry Gentlemen“.

Das Vokalensemble berührte anschließend mit zwei Liedbeiträgen. Die stimmtechnisch geschulten Sängerinnen sangen das klassische „Dona nobis pacem“ von Michael Haydn und das berühmte, „Thank you fort he music“. Vom Orchester erklangen vertraute Melodien aus „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“, die ins Wintermärchenland entführten. Für vorweihnachtliche Stimmung sorgte dann „There’s Christmas in the Air“, ein Querschnitt durch populäre Weihnachtsmusik unserer Zeit. Den Abschluss des Konzerts bildete der Auftritt des Oberstufenchores. Das zahlenmäßig größte Ensemble trug zwei in ihrem Charakter ganz unterschiedliche Lieder vor: das beschauliche „Peace has come down tonight“ und das schwungvolle „Alleluja, sing God’s name forever“.

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